Wildeshausen-Navigator

Archäologische Tour

Rubrik:Fahrrad-Touren, Eintagestour
Start:Wildeshausen, Marktplatz
Streckenverlauf:Burgstraße, Kurpark Burgwiese, Huntetal, Am Pestruper Moor, Pestruper Gräberfeld, Pestrup, Kleinenkneter Steine, Düngstrup, Lüerte, Bargloyer Steinkiste, Hohe Steine, B213, Aumühle, Heinefelde, Glaner Braut, Dötlingen, Hunteradweg
Ziel:Wildeshausen, Marktplatz
Länge:39,09 km
Dauer:ca. 4 Stunden
Schwierigkeit:Asphaltierte verkehrsarme Straßen und landwirtschaftliche Wege, gut befahrbare Schotterwege, Radwege, keine nennenswerte Steigungen.
Barrierefreiheit:Die Tour ist nicht barrierefrei.
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. R1
Kartenmaterial:Radlerparadies Luftkurort Wildeshausen - Karte mit 5 Themen-Rundtouren im Maßstab 1:75.000
Preis: 1,50 €
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Kontakt:Verkehrsverein Wildeshausen e.V.
Am Markt 1
27793 Wildeshausen
Tel. 04431 / 6564

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Informationen zur Tour

Radrundtour zu den Großsteingräbern und zum Pestruper Gräberfeld

WILDESHAUSEN: Fahren Sie vom Marktplatz durch die Burgstraße oder vom Kreishaus an der Delmenhorster Straße zum Stadtpark an der Wittekindstraße und hier ca. 1 km entlang der Hunte bis zur Holzbrücke. Überqueren Sie hier die Hunte und folgen der Straße bis zum Marschweg; hier fahren Sie nach rechts und überqueren nach knapp 1 km wieder die Hunte. Hier nach rechts bis zur Pestruper Straße fahren, wo Sie das gegenüberliegende PESTRUPER GRÄBERFELD besichtigen. PESTRUP: Am Ende des Parkplatzes an der Pestruper Straße biegen Sie links ein und folgen der Beschilderung „R1“ bis zum Dorf Pestrup. Dieser Weg führt zunächst geradeaus und nach einer Rechtsbiegung parallel zur Hunte und führt am Ende nach rechts ins Dorf. Hier fahren Sie links auf die Dorfstraße (Rast möglich) und die übernächste Straße rechts Richtung Pestruper Straße. Einige Meter weiter rechts überqueren Sie die Straße und folgen dem Hinweisschild Kleinenkneter Steine. DÜNGSTRUP: Von den Kleinenkneter Steinen aus geht es gemäß der Ausschilderung „R1“ weiter nach Düngstrup, im Ort am Gasthof „Zum Bahnhof“ vorbei und in die nächste Straße rechts Richtung Wildeshausen einbiegen. BARGLOY: Nach ca. 1,5 km fahren Sie links über Lüerte nach Bargloy. Dabei überqueren Sie die Visbeker Straße. Im Ort Bargloy führt Sie ein Abstecher zur Bargloyer Steinkiste: wenden Sie sich im Ort nach rechts auf den Bargloyer Weg und biegen dann links in den Schotterweg ein. Am Bargloyer Weg zurück können Sie wählen, ob Sie hier die erste Etappe beenden wollen oder ob Sie sich für die große Tour entscheiden. Sie haben sich für die große Tour entschieden? Dann überspringen Sie den folgenden Abschnitt! Ende der 1. Etappe: fahren Sie über den Bargloyer Weg nach Wildeshausen zurück. Beginn der 2. Etappe: fahren Sie vom Marktplatz aus entlang der Beschilderung „Geestweg“ durch die Westerstraße, Ahlhorner Straße, Glaner Straße, durch den Stadtwald „Krandel“ und wieder über die Glaner Straße bis zum Nordring. Überqueren Sie diesen und fahren sofort links in den Anemonenweg, weiter auf dem Pickerweg und über eine kleine Brücke und an einem Spielplatz vorbei in den Wald. Folgen Sie der Beschilderung „Geestweg“, bis zur Querstraße, hier fahren Sie nach links zur Ahlhorner Straße, überqueren diese und fahren links über den Autoparkplatz zu den Hohen Steinen. Von hier aus folgen Sie wieder der Beschilderung „R1“ in Richtung Aumühle/Heinefelde (Große Tour). Fahren Sie, wenn Sie sich für die große Tour entschieden haben, von Bargloy aus weiter zu den Hohen Steinen, die kurz vor der B213 rechts im Wald zu finden sind. An der B213 fahren Sie über den Parkplatz, überqueren dann die Straße und fahren in Richtung Aumühle / Heinefelde weiter. HEINEFELDE: Biegen Sie vor dem Ortsschild Heinefelde rechts ab (Ein Abstecher geradeaus und an der nächsten Gabelung links zur idyllisch gelegenen Wassermühle ist zu empfehlen!) und an der nächsten Wegkreuzung wieder links, so gelangen Sie zur Glaner Straße. Biegen Sie hier rechts ein und fahren nach ca. 200 m links in die Asphaltstraße. GLANER BRAUT: Am Ende dieser Straße folgen Sie rechts dem „Fuß- und Radweg Glaner Braut“, die Steingräber befinden sich links des Weges. Fahren Sie weiter über den „Huntepadd“, entlang der Abbruchkante des Huntetals über eine kleine Brücke bis zum Lopshof. DÖTLINGEN: Am Lopshof fahren Sie links in den Heideweg. (Rastmöglichkeit am Gierenberg mit einem herrlichen Blick auf die Hunteniederung). Folgen Sie der Ausschilderung „Schützenhof“. Hinter dem Lokal befindet sich das Dötlinger Steingrab. Fahren Sie zurück bis zum Dorfring und ortsauswärts in die Straße Zum Sande, dann nach rechts in den Krummen Weg. Überqueren Sie den Heideweg mit einem kurzen Schlenker nach rechts. Der Weg führt Sie zur Brücke über die „Hunte“. Hier fahren Sie entsprechend der Ausschilderung „Hunteweg“ und „R1“ nach links auf der südlichen Hunteseite entlang des Flusses bis nach Wildeshausen. Hinter der Autobahnbrücke trennen sich Hunteweg und R1: der „R1“ führt geradeaus weiter an der Hunte entlang bis zur Alexanderkirche in WILDESAUSEN, während der „Hunteweg“ nach der Autobahnbrücke nach rechts über die Felder bis zur Unterführung unter der Umgehungsstrasse „Nordring“ führt, danach gleich nach links entlang der Straße bis zur Hunte und auch dann nach rechts weiter entlang des Flusses bis zur Alexanderkirche in WILDESHAUSEN. SEHENSWÜRDIGKEITEN In der Jungsteinzeit (ca. 3.500 bis 1.800 v. Chr.) entstanden die ersten bäuerlichen Siedlungen. Zeugen aus dieser Zeit sind die Großsteingräber (Megalithgräber). Als Material dienten riesige Granitblöcke, die Eiszeitgletscher von Skandinavien nach Nordwest-Niedersachsen geschoben haben. Die drei wichtigsten Formen sind: 1. Kammergrab: ohne Einfassung und Eingang 2. Ganggrab: Kammer mit einem kurzen vorgebauten Gang 3. „Hünenbett“: Ganggrab mit einer weiteren wesentlich größeren rechteckigen oder ovalen Findlingssetzung Über die Trägersteine wurde Erde geschüttet, Decksteine wurden darüber gelegt. Mit der Zeit wurden die Erdhügel durch Frost, Regen und Wind abgetragen. Als Beigaben wurden den Toten vor allem Gefäße mit Nahrung (Trichterbecher, Schalen, Kummen, Kragenfläschchen), Bernsteinperlen, Feuerstein- und Feldgestein-beile, Streitäxte und Pfeilspitzen aus Feuerstein mitgegeben. In der Bronzezeit und Eisenzeit wurden die Toten unter Erdgrab-hügeln beigesetzt. In der späteren Bronzezeit (zwischen 1.200 und 800 v. Chr.) wurde es Brauch, die Toten zu verbrennen und die Urnen unter den Grabhügeln beizusetzen. Das größte Gräberfeld aus dieser Zeit liegt in Pestrup. Durch frühe Unterschutzstellung im vorigen Jahrhundert konnten 500 Grabhügel erhalten werden. Das größte Gräberfeld Nordeuropas ist das ca. 39 ha große PESTRUPER GRÄBERFELD mit 500 Grabhügeln aus der Zeit zwischen 200 und 900 v. Chr. Von Ende August bis Mitte Sep-tember kann hier die blühende Heide bewundert werden. Nördlich von Kleinenkneten sind zwei Großsteingräber aus der Jungsteinzeit zu besichtigen, die KLEINENKNETER STEINE. Eines der Gräber ist wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt worden. Dieses 50 m lange und bis zu 7 m breite und mit Erde aufgeschüttete Steingrab ist von 85 Findlingen umsäumt. In der Mitte liegt eine 8 x 3 m große Grabkammer. Die BARGLOYER STEINKISTE (2 x 1,5 m) stammt aus der frühen Bronzezeit. Auf dem Deckstein sind schalenförmige Vertiefungen zu erkennen, die evt. kultischen Zwecken dienten. Bei den HOHEN STEINEN handelt es sich um ein Ganggrab mit ovaler Einfassung und Decksteinen. Die GLANER BRAUT liegt an der Hunte inmitten einer Heide-landschaft. Sie besteht aus 2 bis zu 39 m langen Hünenbetten, deren Einfassungen leider nicht mehr vollständig vorhanden sind.

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