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Wanderweg Nr. 4: In den Wildeshauser Zuschlag

Rubrik:Wander-Touren
Start:Kurpark Burgwiese
Streckenverlauf:Burgwiese, Marschweg, Vor dem Huntetor, Neben Restaurant Wolters in den Stadtgrabenweg bis Huntebrücke
Ziel:Kurpark Burgwiese
Länge:11,04 km
Dauer:ca. 2,5 Stunden
Barrierefreiheit:Die Tour ist barrierefrei. eingeschränkte Barrierefreiheit wegen natürlicher Bodenbeschaffenheit (Wald,, Marsch) z. T. geschotterte Wege
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. weiße "4" auf schwarzem Schild
Kartenmaterial:Stadt- und Wanderplan Wildeshausen, Maßstab 1 : 20.000, Preis: 3,50 €
Wanderbroschüre mit ausführlicher Wegbeschreibung und sep. Karte für jede der 7 Routen, Preis: 2,50 €
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Kontakt:Verkehrsverein Wildeshausen e.V.
Am Markt 1 / Hist. Rathaus
27793 Wildeshausen
Tel. 04431 / 6564

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Informationen zur Tour

Wanderroute in den Staatsforst Harpstedt

Der letzte Wanderweg aus der Gruppe „Wanderwege Ost“ beginnt wiederum an der Burgwiese. Diesmal überqueren wir sofort die Hunte. Die Holzbrücke, im Volksmund Melkerbrücke genannt, ist eine alte Hunteüberwegung der Wildeshauser Ackerbürger, die in der Welgemarsch ihr Vieh weideten und allgemeiner Landwirtschaft nachgingen. Nach der Überquerung halten wir uns rechts, gehen gleich wieder links und sind nach 150 m am Hochwasserumleiter. Hier fließt die Moorbäke in den künstlichen Wasserlauf ein. Es sind nur noch ein paar Schritte, dann erreicht man den mit Eschen bestandenen Marschweg. Linker Hand gehen wir an der Wohnsiedlung „Kramer“ vorbei. Auf der rechten Seite des Marschweges befindet sich, auf der Anhöhe des Backskamps, eine mit hohen Bäumen bestandene Parkanlage und eine Villa im Stil des Klassizismus. Es ist die Hoffmannshöhe. Bauherr war der Großherzogliche Vermessungsconducteur C.L. Hoffmann im Jahr 1841. Wir gehen über die Bundesstraße 213 und folgen dem Weg, der links am Restaurant Wolters vorbei, entlang des Hochwasserumleiters, zur Hunte führt. Zur Rechten sehen wir die Kleingärten im Stadtteil Hagen. Auf der anderen Hunteseite grüßt uns zwischen hohen Bäumen das alte Wildeshausen. Wir sehen die altehrwürdige Alexanderkirche mit Remter und Stützmauer, daneben in sauberer Grünanlage das ehemalige Amtsgericht, das alte Amtshaus und den grünen Wall. Bis zur Straße „Im Hagen“ sind es noch 150 m. Auf der Brücke schauen wir in Richtung Wehr und genießen dieses Panorama. Fallende Wassermassen, tief ins Wasser ragende Bäume und die ruhelosen Wasservögel sind reizvoll anzusehen. Nach der Brücke gehen wir rechts in einen mit Kastanien bestandenen Weg an der Hunte entlang. Es ist der von mir 1983 konzipierte „Seniorenweg“. Tragen die Bäume ihr Blätterkleid oder noch besser zur Zeit der Blüte, ist es hier sehr reizvoll. Der Weg wird gern zum Spazieren gewählt. Der Seniorenweg führt nach 400 m an den Bahndamm. Hier überspannen eine massive Eisenbahn- und eine Fußgängerbrücke den Fluss, und wir gelangen – nach Überwegung – in die Gemeinde Dötlingen, aber nur für kurze Zeit. Diese war die dritte Hunteüberquerung. Am Bahndamm entlang, vorbei am Huntealtarm, liegt rechter Hand – über die Weiden hinweg – das Gewerbegebiet Stockenkamp. Eine Fußgängerbrücke führt uns über den verkehrsreichen Nordring. Nun kommen wir an einen Hohlweg, dem wir knapp 50 m folgen, gehen dann den Weg am Hang hoch, durch eine Mischholzschonung, im Hochwald an der Tennisanlage vorbei und stehen an der Straße Wildeshausen – Kirchhatten. Hier ist der alte Mühlen-Gasthof Gut Altona. Vom Grafen Anton I. von Oldenburg-Delmenhorst wurde hier um 1560 eine Wassermühle zum Bau genehmigt. Sie erhielt später eine Schankgenehmigung, wurde bis 1972 als Mühle bewirtschaftet und ist heute ein bekanntes Hotel-Restaurant. Die alten Gebäude, das Stauwehr, der Altonaer Mühlenbach mit Mühlenteich und die gepflegten Anlagen sind ein Anziehungspunkt für Menschen aus nah und fern. Auf der dem Hotel gegenüberliegenden Straßenseite setzen wir die Wanderung fort, folgen dem Waldweg am Schießstand vorbei bis zur Bundesstraße 213. Vom Rastplatz auf der anderen Seite aus gehen wir 30 m nach links, bevor wir dort am Feldweg rechts einbiegen, um nach 300 m auf eine Wegkreuzung zu stoßen. Der sandige Reitweg, rechts abzweigend, führt uns hinunter zum Rennplatz. Hier auf dem Weg „An der Flachsbäke“ wandern wir links weiter. An schmucken Häusern vorbei, führt dieser Weg direkt bis an die Flachsbäke, früher „Peperbäke“ genannt. Nun muss verstärkt auf die Ausschilderung geachtet werden. Wir wandern gegen den Bachlauf bis zum Holzsteg, dort 20 m nach links, um an der Weggabel nach rechts auf einen Waldpfad einzubiegen. Nun beginnt die schönste Strecke unserer Wanderung. Der Pfad – immer links der Bäke – bietet Ruhe und Beschaulichkeit. Er liegt am Hang – fällt ab, steigt an – und es ist nett anzusehen, wie sich der Wasserlauf durch die Niederung schlängelt bzw. mäandert. Rechts sieht man auch bald – durch die Schwarzerlen hindurch – die Gebäude der Diakonischen Werke Himmelsthür, der früheren Heilstätte. Nun stoßen wir auf einen Querweg. Nur 10 m gehen wir rechts, um vor der Brücke sofort wieder nach links auf unserem Pfad entlang der Bäke weiter zu wandern. Auf dem letzten Teil dieses Pfades sieht man in der Niederung das natürliche Kommen und Gehen. Umgestürzte Bäume modern im Sumpf, gleich daneben drängt das junge Leben zum Licht. Am breiten Fahrweg angekommen gehen wir nach rechts – entlang des „Wildeshauser Zuschlags“ - weiter. Das Waldstück „Zuschlag“ ist ein 120 Morgen großer Stadtforst. Dieses Gehölz wurde 1810 dem Amte Wildeshausen in einem gerichtlichen Vergleich „zugeschlagen“. Die Streitigkeiten mit dem Amt Harpstedt gingen bis dahin über Jahrhunderte. Am breiten Fahrweg angekommen, bitte rechts weitergehen. Bald wird die Flachsbäke auf einer Steinbrücke überschritten. Weiter – im Verlauf unseres Weges – kommen wir an die Gebäude der ehemaligen Försterei Hölscherholz am gleichnamigen Waldstück. Die Ansiedlung Hölscherholz wurde 1212 bereits als Holensike urkundlich erwähnt. Am alten Forsthaus (erbaut 1837 und 1910 erweitert) sehen wir noch einen Schöpf- bzw. Ziehbrunnen, das Backhaus und ein Exemplar des seltenen Tulpenbaumes. Das alte Forsthaus ist denkmalgeschützt und wird heute als Privathaus genutzt. Wir gehen den Weg zurück bis zum ersten Waldweg linker Hand, der in Richtung Wildeshausen führt. Nach guten 500 m Wanderung wird der Wald lichter. Jetzt säumen Fichten- und Kiefernschonungen unseren Weg. Bis zum großen Orkan 1972 stand auch hier ein kräftiger Kiefernhochwald. Kurz vor den Diakonischen Werken findet man auf der linken Seite einen Gedenkstein, der an diese Naturkatastrophe vom 13. November 1972 erinnert. Der Förster Wilkening hat ihn in seinen letzten Amtstagen aufgestellt. Geradeaus gehen wir bis zum Anfang der befestigten Heilstättenstraße, um dort gleich nach links in den Waldweg – den „Verlobungsweg“ – abzubiegen. Dieser Weg – mit Massen von Ahorn bestanden – führt nach 450 m an den Ochsenbergweg. Vor uns liegt der Geländeteil Mahlstedt-Feld. Rechts wandern wir auf dem Ochsenbergweg, vorbei an schönen Wohnhäusern mit gepflegten Vorgärten, hinunter zur Harpstedter Straße. Wir folgen ihr nach rechts bis zur Einmündung des Zuschlagsweges. Dort wechseln wir die Straßenseite und gehen vor dem Aldi-Markt in das freie Wiesen- und Weidegelände „Am großen Damme“. Hier fließen die Moor- und Marschbäke. Weit vor uns weisen die Eschen des Marschweges die Richtung unserer weiteren Wanderung an. Über die Moorbäke, am Wege-T rechts, und nach weiteren 500 m sind wir – kurz nach Überschreiten der Marschbäke – am Marschweg. Dieser Abschnitt wurde ausführlich im Wandervorschlag N. 1 beschrieben. Jetzt halten wir uns rechts und gelangen – nach der vierten Hunteüberwegung – an den Ausgangspunkt zurück.

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