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Wanderweg Nr. 5: Auf dem Hunteuferweg in die Große Wiekau

Rubrik:Wander-Touren
Start:Parkplatz Krandelstadion, Glaner Straße
Streckenverlauf:Krandelstadion, Kurbad, Bahndamm, Hunteuferweg, Bauernmarsch, Unter der BAB-Brücke, Große Wiekau, Bremer Weg, Schaftrift, Uferweg, Bauernmarsch bis Bauernmarschweg, Krandelstadion
Ziel:Parkplatz Krandelstadion, Glaner Straße
Länge:11,58 km
Dauer:ca. 2,5 Stunden
Barrierefreiheit:Die Tour ist barrierefrei. eingeschränkt barrierefrei: natürliche Bodenbeschaffenheit (Wald, Moor), z.T. geschotterte Wege
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. weiße "5" auf schwarzem Schild
Kartenmaterial:Stadt- und Wanderplan Wildeshausen, Maßstab 1 : 20.000, Preis: 3,50 €
Wanderbroschüre mit ausführlicher Wegbeschreibung und sep. Karte für jede der 7 Routen, Preis: 2,50 €
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Kontakt:Verkehrsverein Wildeshausen e.V.
Am Markt 1 / Hist. Rathaus
27793 Wildeshausen
Tel. 04431 / 6564

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Informationen zur Tour

Wanderroute entlang der Hunte zur Wiekau

Der Stadtwald Krandel, an der Glaner Straße gelegen, ist der Ausgangspunkt der Wanderwege 5 bis 7. Dieses Waldstück mit seinen sauberen Spazierwegen und modernen Sportanlagen war in alten Zeiten ein wildwüchsiger und mit knorrigen Eichen bestandener Geländeteil. Am Hexenberg soll es in der Zeit des dunklen Wahns und Aberglaubens nicht ganz geheuer gewesen sein. So um 1800 wurden die Eichen, bis auf wenige Exemplare im Ostteil, abgeholzt. Der Gelände lag brach, es wuchs dort viel Buschwerk – meist Ginster –, und erst 1888 wurde es mit dem jetzigen Gehölz aufgeforstet. Ursprünglich reichte der Krandelwald bis an das Gut Spasche. Mit der Besiedelung und dem Bau der Wittekindkaserne (1961) musste der Waldteil links der Glaner Straße weichen. Dort, wo in der Pfingstwoche die Wildeshauser Schützen auf den metallenen Papagoy schießen und um Ehre und Würde streiten, wandern wir los. Dazu überqueren wir den Parkplatz von der Wandertafel aus diagonal und am Gildehaus vorbei in Richtung Schwimmerheim. Das schmucke, von hohen Rhododendren umgebene Heim der Wildeshauser Schwimmer stammt ursprünglich aus der Bauerschaft Lohmühle. Dort wurde es 1961 ab- und hier wieder aufgebaut. Auch wurde es 1968 schon einmal durch Brandstiftung zerstört. Links – hinter dem Zaun – ist das Europa-Bad. Neben dem Hallenbad (2011 wegen Baufälligkeit geschlossen) sehen wir dort eine großzügig angelegte Freibadanlage. Vom Hallenbad aus gehen wir auf der Straße „Am Krandel“ in Richtung „Breslauer Straße“. Auf dem Weg dorthin kommen wir am Wohnmobilstellplatz vorbei und sehen dahinter die ehemalige Tennishalle, die heute als Kinderspielhalle genutzt wird. An der Breslauer Straße angekommen gibt uns der Bahndamm die Richtung vor. Dort am Wanderschild „Huntewanderweg“ verlassen wir die Straße und gehen entlang des Damms bis zur Hunte. Der Bahndamm wurde 1898 im Zuge der Eisenbahntrasse Delmenhorst-Hesepe (heute Bremen-Osnabrück) angelegt. Nun, an der Hunte, wollen wir auf dem Huntewanderweg nach links weiter wandern. Wir unterqueren den Nordring, kommen am Klärwerk vorbei und haben auf circa 3,5 km die Hunte zu unserer Rechten. Der weitere Weg führt uns durch die Niederung der Hunte mit der Pagen-, Bauern- und Fetten Marsch sowie durch die Kleine und Große Wiekau. Diese Marschen waren früher Stadtwiesen und wichtiges Grün- und Weideland und wurden von der Stadt an die Ackerbürger verpachtet. Viele Streitereien gab es zu jener Zeit mit den Nachbargemeinden über die Nutzungsrechte dieser Talwiesen, die in heutiger Zeit leider umgebrochen als Ackerland (meist Mais für die Biogasanlagen) genutzt werden. Auf dem Weg in Richtung der Autobahnbrücke – und auch im weiteren Verlauf des Weges – laden gut platzierte Bänke zum Verweilen ein. Mit Ausdauer und etwas Geduld können wir eventuell den seltenen Eisvogel beobachten und in den Sommermonaten dem Gesang der Nachtigall lauschen. Unter der Brücke hindurch führt uns der Weg abseits der Hunte in die Wiesen und Felder der Fetten Marsch. Schon nach wenigen Schritten sind wir wieder am Fluss. Hier fließt die Hunte – nach der Anbindung von zwei alten Flussschleifen (Altarme) – in ihrem Urstrom. Alle Windungen der Hunte gehen wir bis zum Bremer Weg mit. Dort, im Bogen der Großen Wiekau, wollen wir die Niederung des Huntetals verlassen und auf dem leicht ansteigenden Bremer Weg im Wald der Großen Wiekau weiter wandern. 400 m vor dem Bremer Weg überspannt eine Fußgängerbrücke die Hunte und gibt uns die Möglichkeit, das nahegelegene Künstlerdorf Dötlingen aufzusuchen. Bleiben wir auf dem Bremer Weg! Nach 500 m erreichen wir die Glaner Straße, die Wildeshausen und Huntlosen verbindet. Gegenüber, in der ehemaligen Spascher Heide, ist die weitläufige Anlage des „Golfclubs Wildeshauser Geest“. 50 m nach links und an der Schulbushaltestelle vorbei gehen wir auf der links liegenden alten Glaner Straße weiter. An den Fahrwegen der Großen und der Kleinen Wiekau vorbei treffen wir auf die Bundesautobahn „Hansalinie“. Nur 100 m gehen wir entlang dieser Betonbahn und biegen dann in die „Schaftrift“ ein. Diese Wegebezeichnung ist ein Hinweis auf einen vergangenen Zweig der hiesigen Landwirtschaft: Es war die Schafhaltung der Heidebauerkultur. Die Schaftrift führt nach Durchschreiten einer Senke wieder in die Hunteniederung. Dort angekommen gehen wir auf dem Huntewanderweg – nun die Hunte zur linken Seite – bis zur Autobahnbrücke. Danach geht es rechts weiter auf dem breiten Fahrweg bis an den Wasserlauf der „Brookbäke“ und sofort wieder auf dem linksabbiegenden Weg. Nach einer sehr kurzen Strecke beschreibt der Weg eine S-Kurve, die zur Linken von einer dichten Schlehenhecke gesäumt ist. Auf geradem Weg gehen wir nun in Richtung des Krandels. Links öffnet sich der Blick über die Bauernmarsch und über die Hunteniederung auf den Wald von Gut Altona („Märchenwald“). Der Weg endet an der Unterführung des Nordrings. Nach dem Durchschreiten befinden wir uns auf dem „Bauernmarschweg“, der uns an einer Wohnsiedlung und am Fischerheim vorbei an den Krandel führt. Hier biegen wir ein und gehen entlang einer hohen Flugsandwehe und vorbei an den Sportplätzen bis zum Ausgangspunkt der Wanderung an den Stadionparkplatz.

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