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Wanderweg Nr. 2: Zu den Kleinenkneter Steinen

Rubrik:Wander-Touren
Start:Kurpark Burgwiese
Streckenverlauf:Burgwiese, Hunteuferweg, Pionierbrücke, Marschweg, Huntebrücke, Pestruper Moor, Rosengarten, Pestrup, Große Steine von Kleinenkneten, Pestruper Gräberfeld, Lönsweg, Kuhtrade, Deekenstraße, Burgwiese
Ziel:Kurpark Burgwiese
Länge:13,91 km
Dauer:ca. 3,5 Stunden
Barrierefreiheit:Die Tour ist barrierefrei. eingeschränkte Barrierefreiheit: natürliche Bodenbeschaffenheit (Wald, Moor), z.T. enge Wege am Gräberfeld, im Moor
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. weiße "2" auf schwarzem Schild
Kartenmaterial:Stadt- und Wanderplan Wildeshausen, Maßstab 1:20.000, Preis: 3,50 €
Wanderbroschüre mit ausführlicher Beschreibung und sep. Karte für jede der 7 Routen, Preis: 2,50 €
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Kontakt:Verkehrsverein Wildeshausen e.V.
Am Markt 1 / Hist. Rathaus
27793 Wildeshausen
Tel. 04431 / 6564

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Informationen zur Tour

Wanderroute zu den prähistorischen Stätten um Wildeshausen

Der Wanderweg Nr. 2 verläuft an der Hunte entlang und über die Rövekampbrücke bis zum Hubertusweg, parallel zum Weg Nr.1. Eine Beschreibung dieser Wegstrecke – mit allen Sehenswürdigkeiten bis hierher – erfolgte unter „Wildeshauser Wanderwege, Wanderweg Nr.1: „Zur Katenbäker Heide“. Ab dem Hubertusweg gehen wir unterhalb der Abbruchkante des Katenbäker Berges und folgen dem Wanderweg bis über die Brücke des schmalen Wasserlaufs der Katenbäke und sehen nach wenigen Schritten die neue Fußgängerbrücke über die Hunte. Beim Überqueren der Hunte sollten wir kurz verweilen und einen Blick auf das weite Gelände des Huntetals mit der Moorwiese und Marsch werfen. Dabei erkennen wir auch den Durchbruch der Hunte zwischen der Geest des Rövekamps und des Katenbäker Berges. Nach 100 m kommen wir an den nördlichen Rand des mit Schwarzerlen bestandenen Naturschutzgebietes „Pestruper Moor“. Wir folgen dem Weg nach rechts bis an die Wohnhäuser des Weges „Am Pestruper Moor“. Hier weist die Wegemarkierung nach links in das naturbelassene Niedermoor. Am hölzernen Wanderschild verlassen wir den breiten Fahrweg und gehen auf einem schmalen Pfad nach links in das dichte Eichengehölz und zwar so, dass das Wiesengelände rechts von uns im Blickfeld bleibt. Dieses ist das Gelände des Wasserwerkes mit großen eingedeichten Wasserbecken. Nun befinden wir uns am Pestruper Moor. Am Nordrand dieses Niedermoores führt der Weg über verwitterte Bohlendämme und Stege. Umgestürzte Bäume modern im Nassgebiet, und es wäre nicht ratsam, den einigermaßen festen Pfad – ohne Führung – zu verlassen. Deutlich erkennt man noch die Gräben, Kuhlen und Stiche des Torfabbaus. Bis kurz vor dem 1. Weltkrieg haben hier die Wildeshauser Bürger Torf als Brennmaterial abgebaut. Man sollte an dieser Stelle kurz verweilen, Ruhe halten und dem Vogelgesang aus der Tiefe des Moores lauschen. Kurz war diese ruhige, schöne und seltene Wegstrecke. Nach einigen Windungen des Weges sind wir am Autowanderparkplatz am Pestruper Gräberfeld. Bitte noch nicht über die Straße gehen! Den gegenüberliegenden Geländeteil – das Pestruper Gräberfeld - durchwandern wir auf dem Rückweg. Vor der Straße geht es nun links über den Parkplatz bis zum Findling. Am Findling halten wir uns links. Ein breiter Fahrweg – rechts eingezäuntes Wasserschutzgebiet und links dichter Fichtenbestand – führt uns nach 200 m in das Naturschutzgebiet „Rosengarten“ (Rosengarten= Rossegarten= Pferderast- und -weideplatz in alter Zeit oder vormals auch ein Gelände mit starkem Wildrosenbewuchs). Auf der rechten Seite dieser hügeligen Weidefläche sehen wir wuchtige alte Kiefern. Ihre eigentümlich verkrüppelte Form haben diese Bäume dadurch erhalten, dass ihre Kronen frühzeitig brachen, und da sie vereinzelt stehen, konnten sie in die Breite wachsen. Zum Verweilen finden wir Ruhebänke, um die Schönheit dieser Heidefläche ganz in uns aufzunehmen. Der Weg fällt leicht ab, links sehen wir nun bald eine grüne Wiese, und hier an der letzten einzelnen Krüppelkiefer auf der linken Wegseite stoßen wir auf ein Wege-T. Knappe 20 m geht es links, dann sofort wieder rechts, und nach weiteren 200 m kommen wir an eine Wegegabel. Bevor wir rechts weitergehen, eine kurze Orientierung! Links liegen zwei stillgelegte Huntearme, ein Überbleibsel der Huntebegradigung. Gerade vor uns – über die Hunte hinweg – befindet sich das Anwesen Rüdebusch. Halbrechts – im Verlauf der rechten Wegegabel – liegt in einer Entfernung von 1,3 km das Dorf Pestrup. Nun rechts weiter in Richtung dieser alten Bauerschaft. Rechts – über die Wiese hinweg – erkennen wir den Hang zur Hohen Geest. Auch auf der linken Hunteseite ist dieses deutlich auszumachen. Wir befinden uns mitten im erweiterten Huntetal! Nach kurzer Wegstrecke kommen wir an „Thees- und Brinkmanns-Pott“ vorbei, wieder zwei Altarme der Hunte. Das Huntetal verengt sich auf unserer Seite. Die Erhöhung der Geest reicht nun bis an unseren Weg heran. Die Häuser des Dorfes im Auge wandern wir weiter. An der ersten Scheune (Fachwerk) biegen wir nach Pestrup ein. Nun sind wir schon auf der Dorfstraße. Dieser alte Ort lädt zum Betrachten ein. Besonders sehenswert ist das erste Haus links im Ort (Fachwerk, anno 1782). Die Straße knickt nach rechts ab. 400 m entlang der Kopfsteinpflasterung, und vor uns ist die Pestruper Straße. Geradeaus geht es weiter in das Gelände mit der alten Bezeichnung „Pestruper Heide“. Heute sieht man hier nur, von einigen Waldstücken unterbrochen, große Ackerflächen. Vor der landwirtschaftlichen Kultivierung war dieses eine der vielen Heideflächen rund um Wildeshausen. Einige Restflächen dieser Heide berühren wir noch im weiteren Verlauf unseres Weges. Nach knapp 400 m stößt ein Mischwald (Vossberg) an unseren befestigten Wanderweg, nach weiteren 1,2 km stehen wir an der Kreuzung des Lohmühlenweges. Ein Rundumblick ist lohnenswert. Wir befinden uns auf dem höchsten Punkt eines Geestrückens (42 ü.N.N.). Von hier aus haben wir einen großartigen Ausblick in das weite Huntetal. Über Pestrup hinweg – auf der anderen Seite der Geest – liegt in hohem Gehölz die Ortschaft Reckum. Nach allen Seiten – außer in Marschrichtung – fällt das Gelände sanft ab. Gehen wir weiter geradeaus, sind links die ersten Gehöfte von Lohmühle zu sehen, rechts führt der Weg in die Senke und weiter zum Gräberfeld. Vor uns – 300 m halbrechts – sehen wir ein Kastenwäldchen. Dies ist unser eigentliches Wanderziel. Bis zum Parkplatz bleiben wir auf der Straße, gehen dann durch die Schranke und betreten das Waldstück auf der Südseite. Vor uns liegen die Kleinenkneter Steine! Hier im Naturschutzgebiet nehmen wir uns etwas Zeit, um die Zeugen der Vorgeschichte näher zu betrachten. Es handelt sich um zwei Großsteingräber aus der Jungsteinzeit (3500 – 2800 v. Chr.). Hinweisschilder geben nähere Erläuterungen. In der Waldecke (Nordseite), gegenüber dem Eingang zu den Steingräbern, sind noch Reste eines Steingrabes aus dem Raum Dötlingen. Es wurde hier wieder aufgestellt. An dieser Stelle führt unser Wandweg aus dem Wald heraus. Ein schmaler Ackerpfad endet nach 100 m auf einem landwirtschaftlichen Fahrweg. Nun gehen wir rechts und haben zu unserer Linken – bis zum Lohmühlenweg – einen Waldrand, der mit restlicher Heide gesäumt ist. Dort geht es links weiter, und zwar leicht bergab. In der Senke kommen wir an einer Gebäudegruppe vorbei (Hakemann-Straße), und nach weiteren 600 m – der Weg ist jetzt unbefestigt und steigt wieder an – sehen wir auf der rechten Seite ein Waldstück. Der erste Weg, versehen mit einem Wegweiser, führt uns in die neue Richtung. Etwa 350 m gehen wir auf einem ruhigen Waldweg, dann liegt vor uns die hügelige Fläche des Pestruper Gräberfeldes. Wir überqueren diese Heidefläche in Richtung Schafkoben. Das Gräberfeld besteht aus 531 Grabhügeln aus der späten Bronze- und frühren Eisenzeit (900 – 200 v. Chr.). Auch hier stehen Hinweistafeln mit genauer Erläuterung. Nun sind wir auch schon am Schafkoben mit dem schönen Reetdach und der dahinter stehenden Heuscheune. Der im Jahre 1968 erbaute Schafkoben wurde 1976 durch Brandstiftung zerstört. Ein Wiederaufbau erfolgte 1976/77. Der neue Schafkoben fiel 2011 erneut durch Frevelhand dem Brand zum Opfer. Noch im selben Jahr machte sich der Heimatverein Düngstrup, dem die Gebäude gehören, an den Wiederaufbau. Wir gehen vom Schafkoben, entlang des Gatters, 50 m nach links, an der Steinsperre nach rechts, 200 m durch freies Gelände, dann säumen junge Fichten und Kiefern unseren Weg, bis wir an den befestigten Lönsweg stoßen. Diesem folgen wir 150 m links. Im Knick dieser Straße zweigt nach rechts ein schmaler Waldweg ab. Dieser Weg – die Kuhtrade – führt uns an den Südrand von Wildeshausen. Wieder treffen wir auf den Lohmühlenweg, folgen diesem rechts und kommen an die Straßenspinne der Goldenstedter- und Deekenstraße. Wir folgen rechts der Deekenstraße. Bei der Neuapostolischen Kirche geht es über die Kreuzung und dann weiter bis kurz vor das Westertor. Zwischen zwei Häusern führt uns der Weg zum Kleinen Wall. Unterhalb dieser Wallanlage halten wir uns rechts. Dort, wo die alten Eichen und Buchen enden, sind wir an der Kaiserstraße. Früher war hier das Cornauer Tor. In Richtung Sankt-Peter-Kirche, an der Volkshochschule vorbei, kommen wir zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.

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